FAMILIENANGELN AM MEER

Die Küste bietet im Sommer zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Familie oder Freunden zu vergnügen. Warum zwischen Strand und Baden nicht auch einmal gemeinsam angeln?  Man braucht sich nicht bestens auszukennen, um die ersten Fische zu fangen oder Muscheln zu sammeln. Einfache Ausrüstung, etwas Neugier und ein bisschen guter Rat reichen völlig. Egal, ob du mit der Rute vom Ufer angeln willst oder am Strand das Leben unter Wasser entdecken willst – hier sind ein paar Tipps, um Spaß am Meeresufer zu haben.

Familienangeln am Meer

Ein einfacher Einstieg!

Sicherlich hast du im Urlaub schon Angler gesehen, die mit dem Meer und dessen tolle Landschaft durch ihr Hobby verbunden sind. Vielleicht hast du dich auch gefragt, wie und mit welcher Ausrüstung sie Fische fangen und wie lange es dauert um wirklich angeln zu können? Es gibt einfache und für jeden bezahlbare Methoden, um seinen ersten Meeresfisch zu fangen.

Für den Anfang ist das Angeln auf kleinere Fische vom Ufer am besten geeignet. Dies ist nahezu überall möglich und an so gut wie jeder Meeresküste der bekannten Urlaubsländer darf ohne Angelschein geangelt werden. Das Ziel dabei sind kleinere und mittlere Fische, die in Küstennähe leben und somit auch einfach mit der Angelrute zu erreichen sind. Diese Angelmethode kann man leicht ausüben und sie bietet viel Spaß für Familie und Freunde. Sie ist auch gut geeignet, um Kindern das Angeln und den Respekt vor der Natur nahezubringen.

Was die Technik angeht, zählt das Grundangeln vom Ufer zu den einfachsten Angelmethoden. Ein fertiges Angelset mit einer Rute von 3 bis 4 Metern Länge mit einer Montage und ein paar Würmern oder Garnelen ermöglichen es, erste Fische zu fangen. Du brauchst dafür nur ein paar Bleie, fertige Vorfächer und Haken. Wer direkt vor den Füßen angeln möchte ist mit einer einfachen Stipprute bestens bedient. Um aber etwas flexibler zu sein und auch das Auswerfen mit der Angelrute zu lernen empfehlen wir aber ein Angelset aus Angelrute und Rolle.

Familienangeln am Meer

DIE AUSRÜSTUNG

Die Ausrüstung sollte einfach sein, damit man sie leicht tragen kann. Ein kleiner Eimer ist völlig ausreichend, um das erste Mal mit Kindern loszugehen. Darin lassen sich Krabben, Garnelen oder auch Muscheln transportieren. Ein kleiner, leichter Kescher mit einem nicht zu weiten Netz kann von Kindern zum Garnelen- oder Krebsfang verwendet werden.

Es gibt mehrere speziell für die Muschelsuche geschaffene Werkzeuge, wie beispielsweise die Austernhacke, das Venusmuschelmesser oder die Venusmuschelzange.

Garnelen und viele Krustentiere können in den Felsen mit einem kleinen Kescher, in sandigen Bereichen mit einem Schiebekescher gefangen werden.

#Caperlan-Trick

Gib deinen Kindern polarisierte Sonnenbrillen, damit die Sonne nicht reflektiert. So können sie die unglaubliche Vielfalt, die bei Ebbe selbst in der kleinsten Pfütze herrschen kann, erleben.

Familienangeln am Meer

Der richtige Angelplatz

Das Meer ist so groß, dass es schwierig sein kann, sich für einen geeigneten Platz zu entscheiden. Glücklicherweise sind die Angelorte, die für die ersten Schritte mit Familie oder Freunden geeignet sind, oft in der Nähe des Urlaubsorts. Häfen, Mauern oder felsige Küsten sind sehr gute Angelplätze, da das Wasser hier am Ufer schnell tiefer wird und diese Plätze gleichzeitig echte Vorratskammern für Fische bieten da Garnelen, Krabben und Würmer hier Schutz suchen. Diese Plätze sind also perfekt um deinen ersten Fisch zu fangen.

Familienangeln am Meer

Die Suche nach Meeresbewohnern

Am Ufer gibt es zahlreiche Lebewesen wie Muscheln, Garnelen oder andere Krabben. Besonders an der Atlantikküste lassen sich diese bei Ebbe sehr leicht finden. Perfekt um mit Kindern das Unterwasserleben zu erkunden. Am Mittelmeer gibt es keine Gezeiten, sodass es schwieriger ist, Muscheln zu sammeln. Aber auch hier kann man Tellmuscheln, Venusmuscheln oder Miesmuscheln sammeln.

Wo finde ich Wen?

Sandige Bereiche:
Diese offenen Zonen beherbergen zahlreiche Muscheln wie Herzmuscheln, Schwertmuscheln oder Tellmuscheln... Die langen Sandstrände sind besonders leicht erreichbar. Da es hier keine scharfen Felskanten gibt, eignen sie sich besonders gut für Kleinkinder.

Felsige Bereiche:
Hier gibt es zahlreiche Krustentiere, aber auch zahlreiche Muscheln wie Miesmuscheln oder Austern. In den kleinsten Öffnungen kann sich Leben verstecken (Spalten, Felsen, Löcher...).

Schlammige Zonen:
Diese sind ökologisch reichhaltig und voller Leben. Sie beherbergen zahlreiche Muscheln, Krustentiere und kleine Fische. Stiefel können hier gute Dienste erweisen, da man leicht einsinkt und so nur schwer vorankommt.

EIN PAAR VERHALTENSREGELN AM WASSER

Beim Angeln steht wie im Leben auch Respekt an oberster Stelle. Wenn du dich am Wasser gut benimmst, werden die anderen Angler dir bei Bedarf viel eher helfen. Hier ein paar Regeln, die du am Wasser befolgen solltest:

1. Setz dich nicht direkt neben einen anderen Angler. Du solltest aus Respekt ca. 10 Meter Abstand lassen.

2. Wirf nicht in der Nähe eines anderen Anglers aus. Du kannst sicherlich einen besseren Ort finden...

3. Wirf nicht direkt vor einen anderen Angler. Das kann nicht nur zu verhedderten Schnüren führen, sondern ist auch sehr respektlos.

4. Achte, wenn du im Hafen angelst, auf die Boote. Wenn du zu nah an diese auswirfst, kannst du diese treffen oder deine Schnur in deren Tauen verheddern. Am Anfang solltest du in freieren Bereichen angeln.

5. Die Küste gehört allen und sollte entsprechend respektiert werden. Lasse nach dem Angeln nichts liegen (Haken, Abfälle usw.).

ZURÜCKSETZEN VON FISCHEN

Ein Fisch muss so zurückgesetzt werden, dass er gute Überlebenschancen hat, wenn er nicht gegessen werden kann. Fasse ihn also behutsam an und entferne den Haken vorsichtig. Um diesen Schritt zu vereinfachen, kannst du den Widerhaken des Hakens platt drücken, um den Fisch später leichter abzuhaken. Befeuchte deine Hände, um die Schleimschicht vom Fisch nicht zu verletzen. Du solltest den Fisch auch nicht ins Wasser werfen, sondern ihn behutsam zurücksetzen. Er wird von alleine losschwimmen.

Wenn er keine Anstalten macht loszuschwimmen, kannst du ihm zu Sauerstoff verhelfen, indem du ihn im Wasser langsam vor- und zurückbewegst.

EINIGE TIPPS

1. Vor jedem Angelausflug solltest du dich vergewissern, dass es keine regionalen oder vorübergehenden Verbote gibt. Dies geht beispielsweise beim Fremdenverkehrsamt, beim Rathaus, beim Hafen...

2. Informiere dich über die Zeiten der Gezeiten, damit du nicht abgeschnitten wirst. Diese Zeiten findest du im nächsten Fremdenverkehrsamt, am Hafen, im Internet...

3. Jeder Stein, den du umdrehst, muss an seinen Ort zurückgesetzt werden, damit die Lebewesen, die darunter geschützt waren, nicht von der Sonne ausgetrocknet werden. Diese kleine Geste kann einen Riesenunterschied machen.  

4. Achte darauf, keinen Sonnenbrand zu kriegen. Die kühle Seeluft lässt einen oft die Hitze vergessen, aber die Sonne scheint dennoch.

5. Um Umknicken und Schnitte zu vermeiden, solltest du nicht barfuß laufen.

6. Respektiere die Anlagen professioneller Fischer (Austernparks, Netze usw.).