RUTE: DIE LÄNGE ZÄHLT

Allgemein sind Ruten fürs Brandungsangeln zwischen 4 und 5 Meter lang, damit man die Schnur über die Wellen halten kann. Für Anfänger ist es am besten, nicht über 4,50 Meter hinauszugehen, da die Handhabung ab dieser Länge deutlich anspruchsvoller wird. Die Rute muss auch stark genug sein, um schwere Montagen oder große Köder auswerfen zu können. Spitzenaktion ist empfehlenswert, da diese es erleichtert, Bisse zu erkennen, und sie weniger von den Wellenbewegungen beeinflusst wird. Eine Rute mit einem Wurfgewicht zwischen 100 und 200 Gramm, wie die SURF C450, ist die beste Wahl, um für jede Situation gerüstet zu sein.

ROLLE: HOHE SCHNURFASSUNG UND ROBUSTHEIT

Meereswind, Salznebel, Regen – das Wetter am Meer ist nicht immer freundlich. Die Rolle fürs Brandungsangeln muss also robust sein, damit sie dich nicht mitten während der Angelpartie im Stich lässt. Die zweite wichtige Eigenschaft einer Rolle fürs Brandungsangeln ist die „Long Cast“-Spule, die über eine besonders hohe Schnurfassung (300–400 Meter) verfügt, um weit auszuwerfen. Diese hohe Schnurreserve kann sehr wertvoll werden, wenn ein Kapitaler eine große Flucht startet. Karpfenangler können ihre Rolle auch fürs Brandungsangeln verwenden, solange sie diese nach jeder Angelpartie im Meer gründlich mit Süßwasser abspülen und trocknen. Als Schnur sind 300 Meter 0,40er-Nylonschnur sehr gut geeignet.

RUTENHALTER: RUTENAUFLAGE ODER STATIV?

Ohne Rutenhalter geht es beim Brandungsangeln nicht. Er hilft dir dabei, die Rute vorm Meer aufrecht hinzustellen, sodass die Schnur über die Wellen hinweggeht. Du kannst dafür ein Stativ oder ein Winkeleisen verwenden. Winkeleisen lassen sich schnell in den Boden stecken. Somit sind sie ideal, wenn du öfter den Platz wechselst. Stative eignen sich dafür besser auf Steinstränden oder am Mittelmeer, wo man sich dank der geringen Gezeitenunterschiede nicht oft bewegen muss.

BLEIE: AUF DIE STRÖMUNG KOMMT ES AN

Die Bleie ermöglichen hohe Wurfweiten und das Angeln am Gewässergrund. Es gibt unterschiedliche Bleiformen je nach Stärke der Strömung und des Windes: Tellerbleie sind besser für ruhiges Wasser geeignet, da sie sich nicht am Boden festkrallen. Sie eignen sich gut für schlammigen Grund.  Sternbleie graben sich in sandigen Boden ein. Sie werden auch bei Wind oder mittlerer Strömung verwendet.  Brandungsbleie mit Metalldraht werden hauptsächlich im Mittelmeer für präzise Würfe mit selbsthakenden Montagen verwendet.  Ein (umklappbares) Krallenblei krallt sich komplett im Boden fest, damit die Schnur auch bei großen Gezeiten oder starker Strömung an ihrem Ort bleibt. Alle Arten von Bleien sind in verschiedenen Gewichtsstufen erhältlich. Ein Blei von 110 g sollte für die ersten Schritte beim Brandungsangeln ausreichen. Wenn du am Wasser leicht unterwegs sein willst, ist ein Modularblei perfekt geeignet. Mit diesem kannst du das Gewicht schnell ändern, ohne deine Montage durchschneiden zu müssen. Das Gewicht Ballast CAPERLAN ist darüber hinaus auch bleifrei und somit umweltschonender. Für starke Strömung ist es auch in einer Version mit Krallen verfügbar.

MONTAGEN: AM ANFANG LIEBER EINFACH

Es gibt so viele Surfcasting-Montagen, wie es Angler gibt. Mit Zeit und Erfahrung wirst du lernen, welche Montage am besten zu deiner Angeltechnik passt. Für den Anfang gibt es Fertigmontagen, die nur noch an der Hauptschnur angeknotet werden müssen. Das ist für den Anfang am geeignetsten.

DIE KÖDER: WAS VERFÜHRT DEN FISCH?

An der Küste gibt es eine große Auswahl fängiger Köder. Würmer sind vielseitig einsetzbare und fängige Köder für Meeresraubfische und andere Plattfische, sind aber nicht gut geeignet, wenn du auf einen bestimmten Kapitalen angeln willst. Kleine Fische wie der Sandaal oder die Stinte sind perfekt, um auf große Meeresraubfische wie den Wolfsbarsch zu angeln. Tintenfische sind für große Meeresraubfische ebenfalls unwiderstehlich. Viele Angler halten sie für die besten Köder beim Brandungsangeln. Jetzt weißt du alles, was du brauchst, um deine Ausrüstung fürs Brandungsangeln zu wählen. Jetzt heißt es nur noch, das Gelernte umzusetzen, Fortschritte zu machen und diese Art des Angelns zu entdecken.

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