NICHTS WEGWERFEN (WIRKLICH GAR NICHTS!)

Sind wir alle dessen schuldig? Sicherlich. Jeder Läufer hat irgendwann bereits ein Papiertaschentuch oder eine Verpackung weggeworfen. Selbst auf Bergpfaden, die von Trail-Läufern genutzt werden, lässt sich das mittlerweile sehen. Die Organisatoren müssen die Pfade somit am Tag nach dem Rennen sauber machen lassen.

Beim Training:

– Nimm leere Hüllen – genau wie auch Bananenschalen oder Alufolie, in dem Trockenfrüchte oder Schokolade verpackt waren – in der Tasche wieder mit, in der du sie mitgebracht hattest, anstatt sie einfach wegzuwerfen.

Beim Rennen:

– Bei größeren Rennen (wie 10-Kilometer-Läufen, Halbmarathons oder Marathons in der Stadt) stellen die Organisatoren nach den Verpflegungsständen Mülleimer zur Verfügung. Plastikflaschen, Pappbecher und andere Objekte sollten hier reingeworfen werden. Und auch wenn du eine persönliche Bestzeit jagst und Angst hast, hier eine wertvolle Sekunde zu verlieren: mache den Freiwilligen trotzdem das Leben ein bisschen leichter und fülle die Strecke nicht mit Tausenden Abfällen...

AUF DAS AUTO (UND ANDERE TRANSPORTMITTEL) VERZICHTEN

Es gibt immer noch (viel zu) viele Läufer, die mit dem Auto (oder dem Roller) zum Laufen fahren. Schon merkwürdig, dass der Kopf beim Training allen Anstrengungen gerecht wird, davor aber nicht willens ist, ein bisschen in die Pedale zu treten oder den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Beim Training:

– Oft ist das Fahrrad das beste Mittel, um pünktlich zum Treffen mit Freunden da zu sein, ohne im Stau stecken zu bleiben.

– Warum joggst du nicht bei dir los und wärmst dich so vor dem Gruppentraining auf umweltfreundliche Weise auf? Laufen vor dem Laufen ist eine clevere Weise, um die wöchentliche Kilometerzahl zu steigern und den Körper auf intensive Anstrengungen vorzubereiten.

Beim Rennen:

– Glaube nicht, dass die Wettbewerbe in den großen Städten (wie der Marathon von New York) schlechter für die Umwelt sind. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Die Infrastruktur ist gut angepasst, die Freiwilligen müssen nicht von fern anreisen und der öffentliche Nahverkehr bietet eine gute Alternative zum Auto.

RECYCLING (OHNE BIS ZUR LETZTEN MINUTE ZU WARTEN)

Wie viele T-Shirts, Fleece-Jacken, Windjacken, Shorts, Leggings und natürlich Schuhe sammeln Läufer im Laufe der Jahre in ihrem Schrank an? Es ist selten – viel zu selten – dass aussortiert wird und überschüssige Ausrüstung an von Verbänden oder sogar Veranstaltern von Rennen organisierte Sammlungen gegeben wird.

Jeder Läufer sollte es sich zum Ziel setzen, mindestens einmal im Jahr seine Laufausrüstung auszusortieren. Dafür sollte er sich bei jedem Kleidungsstück (ja, auch bei den Socken) und bei jedem Schuh, den er in die Hand nimmt, fragen, ob er diese in den letzten 12 Monaten getragen hat. Wenn die Antwort negativ ausfällt, sollte der Artikel dem Recycling zugeführt werden, bevor die Motten – oder einfach nur der Staub – dafür sorgen, dass gute Kleidungsartikel auf dem Müll landen.

Natürlich sollte man, wenn man umweltfreundlich laufen will, auch Organisatoren ermutigen, die die Umweltauswirkungen ihres Rennens minimieren wollen. Achte also auf Bezeichnungen wie „grün“ oder „Zero Waste“.

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