4 Tipps für’s Bergwandern - So stemmst du Höhenwanderwege auch mit Kindern

Bewältige Höhenmeter mit der ganzen Familie im Handumdrehen! Die besten Tipps und Tricks, um dein Kind mit großer Freude auf die Berge zu befördern!

4 Tipps für’s Bergwandern - So stemmst du Höhenwanderwege auch mit Kindern

Bergauf zu wandern bedeutet immer, dass die bevorstehende Strecke anstrengend wird und mehr Energie verloren geht. Mit den richtigen Tricks und Tipps sind aber selbst mühsame Höhenmeter kein Hindernis mehr und die nächste Familienwanderung auf den Bergen wird ein wunderschönes Erlebnis für alle! Das Wichtigste dabei ist immer, den Spaß bei der Wanderung als oberste Priorität zu sehen und die Energie deiner Kinder zu berücksichtigen. 

Tipp 1: Das A und O ist die perfekte Planung 

Wenn man weiß, was einem bevorsteht, ist es deutlich angenehmer abzuschätzen, wie lange die Wanderung geht und was einen erwartet. Deshalb solltest du bei der Planung für die Berge unbedingt deine Kinder in den Plan involvieren. Ideen und Wünsche der Kinder können dabei einfließen und die Highlights gemeinsam recherchiert werden. Geländekenntnis, die Wanderkarte sowie zusätzliche Informationen des Wetters helfen, später keine bösen Überraschungen zu erleben. Die Schwierigkeit der Bergwege muss unbedingt berücksichtigt werden und deine Kinder sollten selbst sehen, was ihnen bevorsteht. Achte bei der Planung auf die folgenden Punkte:

1. Gliedere die Tour ein:
Das hilft sehr, um die eigenen Kräfte und die der Kinder besser einzuteilen. 

2. Plane Alternativen ein:
Am besten plant ihr flexibel und ermöglicht so jederzeit und spontan Verlängerungen und Verkürzungen – je nach Motivation, Witterung und Kondition der Kinder kann die Wanderung so angenehmer und angepasster gestaltet werden!

3. Plant die Pausen zusammen ein:
Bei Höhenmetern ist es wichtig, viele Pausen einzulegen und mindestens eine große und längere Pause. Das verteilt die Energie richtig und deine Kinder bleiben motiviert und energiegeladen! 

Tipp 2:  Der langsame Aufstieg auf den Gipfel 

Vom Startort erst mal 2 Kilometer bergauf und dann noch auf einem schmalen Pfad auf den Gipfel. Hört sich anstrengend an, oder? Für Kinder ist das definitiv nicht zu bewältigen, daher empfiehlt sich der steilste Pfad auf den Gipfel nur für geübte und fortgeschrittene Wanderer.
Im worst case nimmst du so die Wanderlust deiner Kinder und verbindest Wandern mit einer negativen Assoziation.

Der bessere Vorschlag, auf den Gipfel zu gelangen, ist ein langsamer Aufstieg hinauf. Umso höher es geht, umso mehr Pausen sollten eingelegt werden.
Beachte auch die Schlafhöhe der Wanderung. Das heißt, dass sich der Körper bei geringerer Schlafhöhe leichter erholen kann. Der langsame Aufstieg gibt dem Körper Zeit, sich anzupassen und vermeidet, dass sich ein ausgelaugtes Gefühl einstellt.

Fazit: Dein Kind bleibt motiviert und die Wanderung macht noch immer Spaß!

Tipp 3: Kinder im steilen Gelände sichern

Je höher ihr wandert, umso mehr kann man sich natürlich auch verletzen. Daher sollte dein Kind dringendst perfekt für die Höhenmeterbewältigung abgesichert werden. Es ist nicht nur sicherer, es gibt deinem Kind auch den letzten kleinen Kick zur Selbstständigkeit.

Tipp 4: Belohne den Fleiß mit der abschließenden Seilbahnfahrt 

Bergauf ist anstrengend, doch schafft man den Aufstieg, ist die Aussicht immer atemberaubend. Den Pfad hinunter wandert man in der Regel immer deutlich kraftsparender. Doch nach einer längeren Bergwanderung mit der Seilbahn wieder runter in das Tal fahren zu können, ist logischerweise das größte Highlight für jedes Kind!
Außerdem kann man die gewanderte Strecke noch einmal von oben ansehen und deine Kinder erkennen, was sie bewältigt haben. Das stärkt das Selbstbewusstsein außerordentlich und die Motivation, die nächste Tour zu bewerkstelligen, ist groß!

Bergwanderungen mit Kindern – wie viele Höhenmeter schafft mein Kind?

Laut des Deutschen Wanderverbandes orientiert man sich hier nach der folgenden Faustregel: das Lebensalter mal 1,5. Wenn man dieser Rechnung folgt, schafft ein Sechsjähriger also neun Kilometer. Wenn du jetzt die Höhenmeter berücksichtigen solltest, entsprechen 100 Höhenmeter einem Kilometer.  

Fazit: 1,5 x Lebensalter x 100 Höhenmeter= 900 Höhenmeter

Das bedeutet, dass dein sechsjähriges Kind 900 Höhenmeter bewältigen könnte. Das bedeutet aber auch, dass es 900 Höhenmeter theoretisch schaffen könnte. Ob es das aber auch kann, hängt von der Strecke ab und wie viel Energie dein Kind letztendlich hat. Plane daher nicht die steilsten Routen hinauf!
Was du noch beachten solltest, ist die eigene Einschätzung deines Kindes. Für die erste Wanderung auf die Berge empfiehlt sich aber immer eine nicht zu steile Strecke, um die Wanderung mit Höhenmetern so als eine positive Erfahrung bei deinem Kind abspeichern zu können. Schließlich soll es auch zukünftig gerne wandern gehen! 

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