Welche Ausrüstung ist die richtige zum Surfen im Winter?

Sobald sich der Spätsommer seinem Ende nähert, wird es zunehmend einsam an den Stränden. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um dich aufs winterliche Wellenreiten vorzubereiten! Mit den Tipps aus unserem Artikel findest du die beste Surfausrüstung, um auch im Winter sicher und gut vorbereitet Surfen zu gehen.

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Das Wichtigste in Kürze:

- Das wichtigste Utensil zum Surfen im Winter ist ein wärmender Neoprenanzug. Je tiefer die Temperaturen fallen, desto dicker sollte das Material des Neoprenanzugs sein. Deinen Schutz vor der Kälte vervollständigst du mit den passenden Booties, Handschuhen und einer Neopren-Haube für den Kopf.

- Bei der Dicke eines Neoprenanzugs werden meist zwei Werte angegeben. Der erste Wert bezieht sich dabei auf die Dicke des Materials an den Beinen und am Oberkörper. Der zweite Wert bezieht sich auf Arme und Schultern.

- Weiteres Equipment, das für einen gelungenen Ausklang deines Surf-Trips im Winter sorgt, sind eine wasserdichte Wanne oder Tasche für den durchnässten Neoprenanzug, ein Poncho zum Umziehen als Schutz gegen Wind und Regen und natürlich eine Thermoskanne mit deinem Lieblingstee.

Inhaltsverzeichnis

Wie stelle ich meine Bekleidung zum Surfen im Winter zusammen?

Ab welchen Temperaturen brauche ich einen Neoprenanzug?

Brauche ich Handschuhe und eine Haube?

Was ist nach dem Surfen im kalten Wasser wichtig?

Wie stelle ich meine Bekleidung zum Surfen im Winter zusammen?

Während die meisten Surfer im Sommer sehr gut ohne wärmende Bekleidung auskommen, ist im Winter ein Neoprenanzug Pflicht. Wenn die Temperaturen ihre Tiefststände erreichen, kannst du deine Kleidung mit Neoprenschuhen, Füßlingen und Handschuhen ergänzen. Um deinen Kopf zu schützen, greifst du zu einer Neoprenhaube.

Diese Kleidungsstücke sind hilfreich beim Surfen im Winter:

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Neoprenanzug

Bei der Auswahl deines Neoprenanzugs kommt es nicht nur auf die Dicke, sondern auch auf die Qualität an. Dabei spielt die Qualität des Neoprenanzugs ebenso eine wichtige Rolle wie die Verarbeitung.
Ein Qualitäts-Kriterium sind dabei flüssig versiegelte Nähte.

Der Reißverschluss sollte leichtgängig und hochwertig sein, damit so wenig wie möglich Wasser eindringen kann.

Hilfreich ist im Winter ein Reparatur-Set für deinen Anzug, mit dem du kleinere Risse oder eine aufgeplatzte Naht vor dem nächsten Ride beheben kannst.

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Neoprensocken

Sinn und Zweck der Neoprensocken ist schnell erklärt. Du wirst dich keinesfalls längere Zeit auf deinem Brett halten, wenn du deine Füße nicht mehr spürst.

Füßlinge sorgen für einen guten Kontakt zum Board. Ihre Sohle ist weich und teils mit einer PU-Schicht für besseren Halt auf dem Board versehen.

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Neoprenschuhe

Neoprenschuhe sind mit einer festen Sohle ausgestattet.

Mit ihnen bewegst du dich sicher über den Strand und durch den flachen Teil der Brandungszone.

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Neoprenhandschuhe

Neoprenhandschuhe sollen dir das sichere Greifen des Brettes ermöglichen und zumindest auf ihrer Innenseite mit einer rutschfesten Beschichtung versehen sein.

Die Handschuhe sollten gut sitzen, ohne die Blutzirkulation zu beeinträchtigen.

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Neoprenhaube

Zwar kann eine Haube die akustische Wahrnehmung deiner Umgebung etwas beeinträchtigen, sie schützt dich jedoch zuverlässig vor der Unterkühlung deines Kopfes.

Achte bei der Wahl der Haube darauf, dass die Nähte gut verarbeitet sind und es zu keinem Wundscheuern am Hals oder Kopf kommen kann.

Ab welchen Temperaturen brauche ich einen Neoprenanzug?

Ab Oktober beginnt die Wassertemperatur stark zu fallen, sodass es höchste Zeit für einen Ganzkörper-Neoprenanzug wird. Aber welche Dicke eignet sich am besten? 5/4, 4/3 oder 3/2 Millimeter?

Bevor du ins Wasser springst, solltest du sehr genau die Dicke deines Neoprenanzugs auswählen, da diese die wärmeisolierende Wirkung und somit die Länge deiner Surfsession bestimmt. Dein Neoprenanzug ist wie eine zweite Haut, die dich vor dem kalten Wasser schützt. Seine Dicke wird dabei in Zahlenpaaren angegeben: 5/4, 4/3 oder 3/2 Millimeter.

Der ideale Neoprenanzug für den Herbst
Eine Dicke von 3/2 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 3 mm und an den Armen 2 mm dick ist. Für leichteres Paddeln ist das Material an den Armen dünner.

Ab einer Wassertemperatur von unter 17 °C solltest du dich für einen dickeren Neoprenanzug entscheiden.

Der unverzichtbare Neo für den Winter
Eine Dicke von 4/3 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 4 mm und an den Armen 3 mm dick ist.

Es ist also ganz einfach: Je dicker das Material deines Neoprenanzugs, desto besser hält er dich warm.

Bester Schutz bei sehr kalten Wassertemperaturen
Eine Dicke von 5/4 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 5 mm und an den Armen 4 mm dick ist.

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Brauche ich Handschuhe und eine Haube?

HANDSCHUHE
Beim Surfen verbringst du mehr als 90 % deiner Zeit mit dem Paddeln. Deshalb solltest du auf jeden Fall Handschuhe tragen, wenn die Wassertemperatur unter 12 °C sinkt.

HAUBE
Ab einer Wassertemperatur von 7 °C sollten auch die hartgesottensten Surferinnen und Surfer eine Neoprenhaube tragen! Diese schützt dich nicht nur gegen die kalte Luft, während du im Line-up auf die nächste Welle wartest, sondern vermeidet auch einen Kälteschock beim Duckdive.

Surfen im Winter? Mit der richtigen Ausrüstung kein Problem
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Was ist nach dem Surfen wichtig?

Damit du nach dem Surfen nicht den gesamten Innenraum deines Autos flutest, solltest du eine Wanne oder eine wasserdichte Tasche für deinen Neoprenanzug mitnehmen. Eine Wanne oder Neoprenmatte wird dir auch beim umziehen wertvolle Dienste leisten. Praktisch zum umziehen in der Kälte sind warme Ponchos. Auf keinen Fall fehlen darf eine Thermoskanne mit deinem Lieblingstee oder heißer Schokolade.