Proteine sind unverzichtbar für das reibungslose Funktionieren des menschlichen Körpers. Sie stellen ein sehr wichtiges Nahrungmittel für den Muskelaufbau dar - ein zentrales Element bei jeder körperlichen Aktivität. Sie haben auch andere Aufgaben, wie die Zellensynthese, die Herstellung von Antikörpern und die Hormonproduktion, sie machen außerdem Sauerstofftransport möglich.

Proteine im Sportlerkörper

In dem Körper eines Erwachsenen mit durchschnittlicher Größe sind 10 bis 12 kg Proteine enthalten, die vornehmlich in den Muskeln zu finden sind.

Die Moleküle der Proteine bestehen aus einer Konstruktion von Aminosäuren. Man kann zwischen den Aminosäuren und dem Alphabet eine Analogie sehen, wenn man die Proteine mit Wörtern vergleicht, die hunderte von Buchstaben enthalten, d.h. Aminosäuren. Ein Protein besteht aus mindestens 100 Aminosäuren.
Neun dieser Aminosäuren müssen unbedingt in unserer Nahrung enthalten sein, denn der Organismus kann sie nicht selbst herstellen. Diese neun Aminosäuren werden "essenzielle Aminosäuren" genannt.
Die biologischen Eigenschaften eines Proteins hängen also von den Aminosäuren ab, aus denen es besteht.

Die verschiedenen Qualitäten von Proteinen

Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit (oder Vollproteine) werden durch die Nahrungsmittel aufgenommen, die alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge und ausreichendem Anteil enthalten sollten. Sie ermöglichen das Wachstum und die Regeneration von Gewebe.  Wenn eines oder mehrere essenzielle Aminosäuren fehlen, sind die synthetisierten Proteine unvollständig oder von niedriger biologischer Wertigkeit.

Sind Proteine natürlich?

Ja, denn die Proteinquellen sind: Eier, Milch, Fleisch, Fisch und Geflügel.

Von all diesen Nahrungsmitteln liefert das Ei eine optimale Mischung von essenziellen Aminosäuren. Es besitzt die höchste biologische Wertigkeit mit 100.

Die Rolle der Proteine im Körper eines Sportlers

Die vorwiegende Aufgabe von Proteinen, mit denen wir durch die Nahrung versorgt werden, ist es die unterschiedlichen anabolischen Vorgänge im Organismus durch Aminosäuren zu ergänzen.

Die drei Hauptquellen von Proteinen im Körper sind die Muskeln, das viszerale Gewebe und das Blutplasma.  Die Proteine tragen zur Gewebestruktur bei und sind Bestandteil des Stoffwechsels und des Hormonsystems.

Wie nimmt man Proteine zu sich?

Die RDAs (Recommended Daily Allowances) von Proteinen lauten wie folgt:

• Bei Freizeitsportlern/innen beträgt die empfohlene Proteinzufuhr 0,8 bis 1,1 g/kg/Tag.
• Bei Ausdauersportlern/innen ist der Proteinbedarf leicht erhöht und beträgt 1 bis 1,2 g/kg/Tag.
• Bei Kraftsportlern/innen beträgt der Proteinbedarf 1,3 bis 1,5 g/kg/Tag, wenn das Ziel die Muskelerhaltung ist, er steigt wenn an Masse zugenommen werden soll (2 g/kg/Tag). Wird dieses Ziel angestrebt, sollte die herkömmliche Ernährung durch Proteinprädikate wie Proteinpulver auf Basis von Kasein oder Whey ergänzt werden.

Sind Proteine gefährlich?

Die RDAs geben die Bedürfnisse unterschiedlicher Bevölkerungsschichten an. Wenn man diesen Proteinbedarf berücksichtigt sind sie ungefährlich für den Organismus.

Jedoch ist ein Zuviel an Protein nicht folgenlos, es sollte deshalb mit einer Überprüfung des Gesundheitsszustands einhergehen. Tatsächlich ist eine exzessive Proteinzufuhr im Hinblick auf ihre Wirksamkeit nicht begründet. Sie gefährdet die Gesundheit durch einen erhöhten Stickstoff- und Kalziumgehalt im Urin.

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