FREIZEITSEGELN: SO HÄLTST DU DICH WARM

Mit Einzug des Winters kommt auch der Wind und die Kälte. Trotzdem gibt es viele Sportbegeisterte, die auch in der kalten Jahreszeit raus zum Segeln fahren. Was tun sie, um der Kälte zu trotzen? Was ist das Geheimnis dieser leidenschaftlichen Segler, die bei Wind und Wetter auf der Brücke stehen? Entdecke jetzt unsere Tipps und Tricks, damit auch du nie wieder an Bord zu frieren brauchst.

SEGELN IM WINTER MIT DEM „DREI-SCHICHTEN-PRINZIP“ 

Beim Crusing-Segeln kommt es darauf an, sich gut gegen Wind und Wetter zu schützen, ohne dabei an Bewegungsfreiheit und Tragekomfort einzubüßen. Die richtige Wahl deiner Kleidung und deines Zubehörs sind also maßgebend!

Dabei muss deine Segelbekleidung vor allem eine Aufgabe erfüllen: Sie muss dich zuverlässig vor Kälte, Wind und Nässe schützen.

Dein Verbündeter im Kampf gegen Schlechtwetter: Das Drei-Schichten-Prinzip! Dieses System hilft dir, Schweiß abzuleiten, die Wärme zu halten und dich vor Nässe zu schützen. Hier ein Beispiel:

         – 1. Schicht: Segel-Funktionsunterwäsche oder Top und Hose, die deine Körperwärme halten, atmungsaktiv sind und dir genügend Bewegungsfreiheit bieten

         – 2. Schicht: eine Fleece- oder Softshelljacke, die für Wärme sorgt und die Feuchtigkeit nach außen leitet

         – 3. Schicht: eine Segeljacke und eine wasserdichte und atmungsaktive Segel-Latzhose zum Schutz gegen widrige Wetterbedingungen (Regen, Nässe, Wind etc.)

Beim Segeln im Winter solltest du keine Kleidung aus Baumwolle tragen: Sie saugt den Schweiß auf, wird dabei nass und verstärkt so dein Kälteempfinden. Gut geeignet hingegen ist Merino-Bekleidung, die sowohl geruchshemmend, als auch wärmend und feuchtigkeitsableitend ist. 

Es gibt noch einen weiteren Parameter, den es im Winter an Bord zu berücksichtigen gilt: die gefühlte Temperatur!

Dieser Begriff beschreibt die Temperatur, die unser Körper empfindet, wenn er draußen und nicht windgeschützt ist. Konkret gesagt, ist die gefühlte Temperatur oft einige Grade niedriger als die vom Wetterdienst angegebene. Genau diese wenigen Grade aber können beim Segeln auf dem Meer den entscheidenden Unterschied machen!

CRUISING-SEGELN IM WINTER: DER SCHUTZ DER EXTREMITÄTEN HAT PRIORITÄT!

Wir denken nicht immer daran, aber den Großteil der wertvollen Wärme verliert unser Körper über seine Extremitäten. Es ist deshalb absolut ausschlaggebend, dass wir das sensible Dreiergespann „Kopf, Hände, Füße“ optimal vor Kälte schützen.

Wie genau mache ich das? Diese Frage lässt sich leicht beantworten, nämlich indem wir das Drei-Schichten-Prinzip durch Zubehör ergänzen, das genau diesen Körperteilen gewidmet ist. Diese Dinge solltest du daher immer mit in deine Segeltasche packen:

         – eine dicke Mütze: Bis zu 50% unserer Körperwärme verlieren wir über den Kopf! Schütze ihn daher mit einer Mütze und ziehe auch noch die Kapuze deiner Segeljacke darüber. Besonders eignen sich Fleecemützen, die einerseits isolieren und somit das Auskühlen verhindert, aber auch Schutz vor leichtem Wind bietet und die Feuchtigkeit nach außen leitet

         – Segelhandschuhe: Für das Cruising-Segeln eignen sich am besten Handschuhe aus Neopren, in der herkömmlichen Halbfingerhandschuh-Variante oder mit zwei Fingern geschnitten. Neopren-Handschuhe schützen deine Hände vor Kälte und bewahren sie vor zu starkem Scheuern im Umgang mit Leinen und Tauen.

         – Segelstiefel: Sie sind wasserdicht und atmungsaktiv und bieten zusätzlich Tragekomfort und guten Halt. So kannst du dich jederzeit sicher und mit trockenen Füßen auf der Brücke bewegen. Optimalerweise ziehst du warme Socken in die Stiefel, um zusätzlichen Wärmekomfort zu schaffen.

Empfehlenswert ist es ebenfalls, einen Schal oder oder Schlauchtuch am Hals zu tragen, um auch hier vor Wind geschützt zu sein. Hier eignet sich ebenfalls ein Fleece-Schal. 

WEITERE TRICKS, UM DAS KÄLTEGEFÜHL GAR NICHT ERST AN BORD ZU LASSEN

Jetzt bist du prima vorbereitet und ausgerüstet, um allen Wetterwidrigkeiten die Stirn zu bieten und auch in diesem Winter in See zu stechen.

Dennoch solltest du auch an Bord nicht nachlässig werden. Gewöhne dir ein paar gute Verhaltensregeln an, um dich gegen die Kälte zu wappnen:

– Trinke immer ausreichend - Tee und andere warme Getränke schützen dich zusätzlich vor dem Auskühlen;

– Nimm ausgewogene und vor allem warme Mahlzeiten zu dir;

– Achte auf ausreichend Schlaf, denn Müdigkeit fördert und verstärkt das Kälteempfinden: Wir kennen alle dieses gewisse Frösteln, das wir verspüren, wenn wir müde sind und unser Körper eine Pause einfordert

Eine gute Segelausrüstung, ein paar praktische Tricks – mehr braucht es nicht, damit du dich ganz deiner Lieblingsbeschäftigung hingeben kannst. Sogar im Winter. Na, dann: Leinen los und gute Fahrt!

Denke auch an eine wasserdichte Segel-Latzhose! Sie ist unerlässlich für Sportarten unter schwierigen oder extremen Bedingungen. Sie schützt dich optimal gegen Nässe und gibt dir dabei viel Bewegungsfreiheit.

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