Einfache Definition von Protein

Proteine werden als die "Bausteine" des Organismus betrachtet. Sie stellen den Grundbaustein aller lebenden Zellen dar. Proteine sind außerdem in unserer Nahrung lebensnotwendig.

Proteine: Definition

Proteine sind große Moleküle, die aus einem präzisen Aufbau von Aminosäuren bestehen. Diese sind für den Organismus nützlich. Wir erhalten sie entweder über unsere Nahrung oder sie werden von anderen aufgenommenen Aminosäuren produziert. Der Organismus verfügt über keinen Vorrat an Aminosäuren, es handelt sich also um einen kontinuierlichen Bedarf. Im Fall eines Mangels schöpft der Organismus sowie die Muskeln aus den Reserven um die vitalen Funktionen aufrechterhalten zu können.

Es gibt 20 Aminosäuren, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind:

  • Die essenziellen Aminosäuren sind lebensnotwendig. Da unser Organismus sie nicht synthetisieren kann, muss er sie über die Nahrung erhalten. Diese Gruppe ist für die Muskelfunktion am wichtigsten
  • Die nicht-essenziellen Aminosäuren bilden die zweite Gruppe. Sie können vom Organismus hergestellt werden

Unterschiedliche Proteine

Der Organismus kann keine essenziellen Aminosäuren synthetisieren. Deshalb benötigen wir unsere tägliche Ration an Eiweiß, die ausgewogen ist und alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge enthält.
Diesbezüglich sind die tierischen Proteine sehr viel nutzbringender als die pflanzlichen Proteine. Denn tierische Proteine enthalten alle essenziellen Aminosäuren, während die pflanzlichen Proteine diesbezüglich eher defizitär sind.
Um die Ausgewogenheit an Aminosäuren in den Nahrungsmitteln auszuweisen wurde eine Klassifizierung vorgenommen. Es handelt sich um die "biologische Wertigkeit" der Proteine. Der Referenzwert ist der eines Eis, dessen Wert 100 entspricht. Die höchsten Werte weisen unter anderem Fleisch und Fisch auf (zwischen 80 und 90) und Pflanzen die geringsten Werte (zwischen 50 und 75).

Proteine: Qualitätsunterschiede

Die Qualität von Proteinen, die man pro Tag aufnimmt, ist sicherlich wichtiger als die Quantität. Denn Proteine sind hinsichtlich ihrer Qualität nicht ebenbürtig. Die Qualität definiert sich über den Gehalt an essenziellen Aminosäuren und ihrer Verdaubarkeit. Man weiß, dass tierische Proteine hinsichtlich ihrer Qualität wie auch hinsichtlich ihres Gehalts an essenziellen Aminosäuren den pflanzlichen Proteinen überlegen sind.  Ab dem Augenblick, an dem an einer bestimmten Aminosäure Mangel besteht, wird auch der Verbrauch der anderen Aminosäuren proportional zu diesem Mangel eingeschränkt.

Proteine: Nützlichkeit

Aminosäuren, aus denen die Proteine bestehen, haben drei wichtige Aufgaben

Proteine haben eine strukturelle Funktion:

Proteine können aus 10 bis 2000 Aminosäuren zusammengesetzt sein. Aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl von Proteinen und ihre Funktionen sind ganz unterschiedlich: Muskelfasern, Knochenstruktur, Hautstruktur, Hormonrezeptoren, Antikörper, Enzyme... Die Struktur eines Proteins ist so genau aufgebaut, dass kleinste Veränderungen schon seine Funktion verändern können.
 

Proteine haben eine funktionelle Funktion:

Aminosäuren sind die Vorläufer von zahlreichen wichtigen Molekülen (Hormone, Neurotransmitter). Außerdem sind einige Aminosäuren in der Lage die Proteinsynthese insbesondere auf Muskelebene zu stimulieren. Einige Aminosäuren sind ganz besonders ins Immunsystem eingebunden.
 

Proteine haben eine energiespendende Funktion:

Aminosäuren liefern 4 kcal/g. Bei Ausdauersportarten werden sie als zusätzliche Kalorienlieferanten im Fall von Glykogen-Defiziten eingesetzt. Eine ausreichende Versorgung mit Kohlehydraten bei dauerhaften Anstrengungen hilft die zusätzliche Proteinzufuhr als Engergiespender zu vermeiden.

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