Wie finde ich geeignetes Zaumzeug für mein Pferd?

Oberstes Gebot beim Reitsport ist für die meisten Reiterinnen und Reiter das Wohlergehen ihres Pferdes. Dementsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, die sie dem Zaumzeug inklusive Trense und Halfter widmen. Finde in diesem Artikel heraus, was beim Zaumzeug wichtig ist und worauf du beim Kauf achten solltest.

Das Zaumzeug im Überblick

das wichtigste in kürze

• Die wichtigsten Kriterien, nach denen du das Zaumzeug für dein Pferd aussuchen solltest, ist der Tragekomfort für dein Pferd, die Beschaffenheit des Materials und die leichte Handhabung.
• Die Trense ist Bestandteil des Zaumzeugs und sorgt beim Reiten für die Tuchfühlung zum Pferd. Das Halfter hingegen ist zum Führen des Pferdes am Boden gedacht. Mit dem Halfter wird das Pferd in seine Box oder auf die Weide geführt.
• Springglocken, Gamaschen und Streichkappen bieten deinem Pferd zusätzlichen Schutz beim Reiten und auch beim Transport.

inhaltsverzeichnis

Was zeichnet Trensen, Halfter und Zaumzeug eigentlich aus?

Welche zusätzlichen Schutzmöglichkeiten für mein Pferd gibt es?

Was zeichnet Trensen, Halfter und Zaumzeug eigentlich aus?

Die Auswahl einer Trense erfolgt nach drei Gesichtspunkten: der Komfort deines Pferdes, das Material und die leichte Handhabung.
Das Führen und Lenken der Pferde soll mithilfe des Zaumes oder Zaumzeugs ermöglicht werden. Es besteht aus zwei Teilen, eines für den Kopf des Pferdes und die Zügel für den Reiter. Es gibt gebisslose Zäumungen und jene, die ein metallisches Gebiss, Wasser-Trense, Kandare oder Pelham genannt, durch das Maul des Pferdes führen.

Das Pferd hat verschiedene Druckpunkte, auf die es reagiert: Zunge, Kinngrube, Genick, Lippe und Nase. Durch Druck auf diese Regionen wird eine Kopfbewegung des Pferdes ausgelöst. Der Körper folgt anschließend dieser Bewegung. Auf diese Weise können Richtungswechsel ermöglicht werden oder das Pferd dazu angehalten werden, den Kopf zu senken. Die Zügel dienen dabei zur Aktivierung dieser Druckpunkte.

Tipp:
Man sollte ein Pferd möglichst nicht am Zaumzeug an einer Stange befestigen, da es beim Erschrecken (Fluchtreflex) durch das Gebiss zu starken Verletzungen kommen kann. Daher ist das Führen der Pferde immer zuerst mit den Schenkeln einzuleiten und möglichst nicht nur durch Benutzen der Zügel.

Pferde-Zubehör

Was sind wichtige Eigenschaften des Zaumzeugs?

Tragekomfort Trense

Tragekomfort

Wenn du eine bequeme Trense für dein Pferd suchst, entscheide dich für ein Modell aus weichem Leder. Gefütterte oder gepolsterte Bereiche auf dem Nasenriemen und/oder Kopfstück sorgen für weiteren Tragekomfort.

Du kannst dich auch für eine Trense mit anatomischem Schnitt entscheiden, um die Bereiche, die Druck auf den Kopf des Pferdes ausüben können, einzuschränken. Damit sorgst du vor allem für Entlastung im Halsbereich.

Trense Synthetik

DAS MATERIAL

Wenn du eine Trense suchst, die leicht zu pflegen ist, ist ein Modell aus Synthetik ideal.

Wenn dir Tragekomfort und ein ansprechendes Äußeres besonders wichtig sind, entscheide dich für ein Modell aus Leder. Zaumzeug aus Leder ist jedoch pflegeaufwendiger. 

Trense Schnellverschluss

EINFACHE HANDHABUNG

Wenn du eine Trense suchst, die einfach zu handhaben und zu benutzen ist, kannst du dich für ein Modell mit Schnellverschluss schnallen entscheiden. Die Verbindungen am Zaumzeug deines Pferdes lassen sich mit diesem Verschluss-Typ mit wenigen Handgriffen öffnen. Auf diese Weise befestigt ist und löst du den Nasen- und Kehlriemen mit wenig Aufwand. 

Welche zusätzlichen Schutzmöglichkeiten gibt es für mein Pferd? 

Wer die Pferdebeine schützen will, der hat viele Möglichkeiten. Zur Wahl stehen Gamaschen, Streichkappen, Hufglocken, auch Springglocken genannt, und Bandagen. Der Schutz des Röhrbein, des Fesselkopfes und der Sehnen ist vielen Reitern wichtig. Im Folgenden findest du die wichtigsten Informationen zu diesem Zubehör.

Springglocken (Hufglocken)
Um den Ballen des Pferdefußes zu schützen werden Springglocken, auch Hufglocken genannt, eingesetzt. Sie werden meist beim Springreiten verwendet. Sie sollen davor schützen, dass das Pferd bei der Landung nicht mit den Hinterbeinen in die Vorderbeine gerät. Besonders beim Polosport sieht man Hufglocken oft, da es aufgrund der kurzen Bewegungen und dem engen Zusammenreiten oftmals zum Kontakt der Hufe oder gar zu Tritten kommt.
Hufglocken aus Gummi kann man umgedreht auf die Hufe der Pferde ziehen und anschließend herunterklappen. Mit Neopren bezogene Springglocken werden einfach um den Huf gelegt und mit einem Klettverschluss befestigt.

Gamaschen
Die Gamaschen sollen vor allem das Röhrbein und den Fesselkopf, sowie die Sehnen des Pferdebeines schützen. Der Schutz gilt vor allem Verletzungen durch die eigenen Hufe und Hufeisen. Dies gilt in gleicher Weise für den Reitsport, wie für den Fahrsport. Gamaschen werden vor allem beim Springreiten benutzt. Doch auch im Gelände sind Gamaschen oftmals unverzichtbar, um beim Überwinden von Hindernissen das Verletzungsrisiko zu verringern. Dies könnte das Pferd nachhaltig beeinträchtigen. Die Gamaschen sollen das Umknicken des Pferdebeins verhindern und das Bein zusätzlich stabilisieren. Heutzutage wird hierzu meist Neopren verwendet.

Transportgamaschen
Wie der Name bereits andeutet, sollen diese Gamaschen das Pferdebein vor Verletzungen während des Transports und Verladens schützen. Sie sind dick gepolstert und reichen weiter über die Gelenke hinaus.

Streichkappen
Werden im Gegensatz zu den Gamaschen zum Schutz der Hinterbeine eingesetzt. Sie werden im Bereich des Fesselkopfes angebracht.

Schutzmöglichkeiten für mein Pferd