DAS SNOWBOARDEN ENTDECKEN

Fassen wir uns kurz. Snowboarden ist eine Brettsportart, bei dem die Mühe und eine gut beherrschte Technik durch ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit belohnt werden.

Snowboard header

Ursprünglich war das Snowboarden nur ein Spiel. Es wurde aber in den 90er Jahren zu einem anerkannten und beliebten olympischen Sport. Die vielen Disziplinen des „Schneesurfens“ bieten ein breites Spektrum an Gleitsportarten, bei denen körperliche Anstrengung mit Spaß kombiniert wird. Hier ist Gefühl wichtiger als Leistung, Regeln gibt es nur in Form von Ratschlägen, die darauf abzielen, die Freuden der Berge so schnell wie möglich genießen zu können, mit der Nase in der Luft und den Füßen auf dem Board.

WAS GENAU IST SNOWBOARDEN?

Ein Spiel, das zum Sport wurde

Ein Holzbrett, eine verschneite Abfahrt, eine Idee.Anfang der 1920er Jahre bereitete das Rutschen auf Schnee mit Hilfe eines Bretts einigen halsbrecherischen Amerikanern viel Freude. Zehn Jahre später breitete sich die Weltwirtschaftskrise aus, traf aber M.J. Burchett nicht, der das erste Brett erschuf, auf dem man mit Hilfe von Gurten und Stoffen befestigt war. 1964 nahm Sherman Poppen das Spiel wieder auf und machte es zu einem Sport. Er schuf ein Board, indem er zwei Skier verband und ein Seil an der Vorderseite anbrachte, um das Gleichgewicht auf dem Brett besser halten zu können. Seine Frau nannte ihn Snurfer (vom englischen Wort für Schnee „snow“ und Surfen „surf“). Er entwickelte das Konzept, organisierte Wettbewerbe und verkaufte zwischen 1966 und 1976 500.000 Snowboards.Nicht schlecht!

Weiterentwicklung auf internationaler Ebene

Jake Burton, ein leidenschaftlicher Snurfer, entwickelt ab Anfang der 80er Jahre seine eigenen Boards mit einer Polyethylensohle, die das Gleiten erleichtert sowie Bindungen, in denen die Füße befestigt sind. Das Snowboard ist geboren. Ende der 80er Jahre begannen die Wintersportorte, geeignete Snowboardgebiete zu entwickeln: Snowparks. In Europa werden die ersten Wettbewerbe in dieser Disziplin durchgeführt und die Popularität des Sports wächst, bis er 1998 im Rahmen der Nagano-Spiele zur olympischen Disziplin wird.

Die unterschiedlichen Snowboard-Disziplinen

In Frankreich werden die Snowboardwettkämpfe durch den französischen Skiverband vertreten. Halfpipe, Riesenslalom, Snowboardercross und Pistenstil sind olympische Disziplinen.

Die Halfpipe ist ein Schneehalbzylinder, in dem die Snowboarder akrobatische Tricks vor fünf Richtern ausführen.

Der Parallel-Riesenslalom ist ein Zwei-Lauf-Event, bei dem zwei Snowboarder auf parallelen Strecken fahren, die mit zu durchfahrenden Toren versehen sind. Immer zu zweit natürlich.

Beim Snowboarderdercross treten vier Teilnehmer*innen auf einer Strecke an, die mit Hindernissen (Stöße, Kurven, Sprünge, etc.) versehen ist.Die beiden Gewinner jeder Serie gehen in die nächste Runde.

Slope Style ist eine Disziplin im Snowpark, bei der Wettbewerber*innen eine Reihe von Tricks auf Schneemodulen oder Rails ausführen.

Big Air: Dabei handelt es sich um einen riesigen Buckel, von dem aus die Teilnehmer sehr spektakuläre Freisprünge machen. Die Schwierigkeit des Sprungs, Stil, Kreativität und Aufkommen werden benotet.

DIE REGELN DES SNOWBOARDENS

Für den Einstieg ins Snowboarden sorgt eine entspannte Haltung mit leicht gebeugten Beinen, flexiblem Rumpf und Becken für Stabilität und hilft dir, dein Board zu lenken. Beginne, dich zu drehen, indem du das Gewicht auf den vorderen Fuß verlagerst und dann deine Arme und Schultern benutzt, um das Board zum Drehen zu bewegen. Für die vorderen Kurven (Zehenseite) kannst du deine Beine etwas mehr strecken. Wenn man andersherum, also nach hinten, dreht, kann man seine Beine etwas mehr beugen. Für weitere Tipps, wie du Snowboardfahren lernst (auf Französisch): http://urlz.fr/6jef Übrigens: Auch auf Pisten haben Menschen vor dir Vorrang. Es ist wichtig, beim Überholen Abstand zu halten und zu vermeiden, dass man bei Pausen in der Mitte der Strecke oder hinter einem Buckel bleibt. Informiere dich auch über das Wetter, den Zustand der Pisten und halte dich an Anweisungen, Markierungen und Schilder.

snowboard regeln

Snowboard: WELCHE VORTEILE?

Man sollte die Kraft der Berge nicht unterschätzen. Ihr Relief sorgt für schöne Abfahrten, auf denen dein Snowboard manchmal fest, manchmal schwebend auf wechselnde Schneebedingungen trifft. Dein ganzer Körper muss sich bewegen, damit die Fahrt angenehm und ausgeglichen ist. Das führt zu einer verbesserten Ausdauer, steigert deine Muskelkraft und formt deinen Körper. Hinzu kommen die Vorteile, die der Sport in freier Natur auf dein Gemüt und deine Abwehrmechanismen hat. Das ist also ein Sport, der eine schöne Form und ein Lächeln auf die Lippen zaubert.   Bevor du dich in den erstbesten Sessellift schmiegst, stell bitte sicher, dass keine Kontraindikationen vorliegen, indem du einen Arzt konsultierst.

SNOWBOARDEN, IST DAS WAS FÜR MICH?

Die Hüttentür öffnen, Bergluft tief einatmen und Nebel in die kalte Morgenluft ausatmen. Der Schnee ist ganz frisch über Nacht gefallen, das Board wartet brav. Du trinkst deinen Kaffee und denkst an die Spuren, die du im frischen Schnee hinterlassen wirst.

Dann bist du da, das Pfeifen deines Brettes lässt auf ein ganz ruhiges Gleiten schließen, dann wird der Hang steiler, Drehungen reihen sich jetzt aneinander, die Beine ziehen, der Atem wird schneller und du spürst nichts als Spaß, während du mit deinen Freunden an Lärchenwäldern vorbeirauschst.

NÖTIGE AUSRÜSTUNG  ZUM SNOWBOARDFAHREN

Das Board: vier Kategorien für bestimmte Verwendungen. Wenn du einen Kartoffelauflauf mit verbundenen Augen zubereiten und das Schloss deines Skischranks mit einem Flaschenöffner reparieren kannst, dann bist du so vielseitig wie ein „All Mountain“-Board. Ob Pulver oder Piste – dieses lange, symmetrische Board kann alles. Nah am „All Mountain“ ist das „Freeride“-Board, das dich ebenfalls interessieren könnte. Es ist steifer und länger und sorgt somit für kraftvolles, weiches Fahren. Außerdem kann es für Off-Piste genutzt werden. Du hast vor, jeden Tag im Snowpark zu picknicken? Dann brauchst du ein Freestyle-Board, das breit, flexibel und leicht ist für die Halfpipe und zum Springen. Um im tiefen Pulver zu fahren, empfehlen wir ein „Swallow“-Board. Das Schwalbenschwanzende und die längere, stromlinienförmige Schaufel erfüllen die Anforderungen des „pow“ besser». Wenn du gerne Kurven auf den Pisten machen und ein Gefühl von Geschwindigkeit möchtest, wird die lange, schmale und asymmetrische Form des alpinen Surfbretts deinen Erwartungen gerecht. Es gibt zwei Arten von Stiefeln, zwei Schulen, zwei Philosophien, zwei Ansichten über das Leben: Die flexiblen Softboots, die an Freeride- und Freestyle-Boards angepasst werden können und die starren Hardboots, die der Praxis des alpinen Surfens entsprechen. Bindungen werden auch in zwei Kategorien unterteilt: Platten- und Schalenbindungen. Plattenbindungen erfordern starre Schuhe und werden im Allgemeinen für das alpine Surfen verwendet. Schalenbindungen werden mit weichen Stiefeln verwendet und eignen sich für Freestyle, Freeride und Swallow Snowboarding. Und natürlich solltest du wasserdichte und atmungsaktive Handschuhe oder Fäustlinge tragen. Das Gleiche gilt für deine Hose. Ziehe drei Lagen an für mehr Komfort und nutze Helm, Knie- und Handgelenkschoner, um immer sicher zu boarden.

Du magst die Musik, die dein Board beim Fahren macht? Dann teile gerne deine Snowboard-Erfahrung mit uns in den Kommentaren!

Fotoredakteur DECATHLON

MERWEN

Redakteur Team DECATHLON

Spielplatz-Fan, verrückt nach Basketballplätzen, begeisterter Schwimmer und allgemeiner Sportliebhaber.