Campingarten: Welcher Campertyp bist du?

Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil oder Van...Surviver, Nostalgiker, Familienmensch oder anspruchsvoller Glamper - Welcher Campingtyp bist du?

Campingarten: Welcher Campertyp bist du?

Während die einen davon träumen, mit dem Campingbus von A nach B zu touren, andere Länder und Kulturen zu entdecken und jeden Tag an einem anderen Ort Halt zu machen, verbringen die anderen ihren Urlaub am liebsten mit Familie und Wohnwagen auf dem Stammcampingplatz am Meer. Wieder andere verstehen das Campen als eine Art „Survival-Trip“, bei dem es darum geht, abgelegene Gegenden zu erkunden und dabei so autark wie möglich zu leben. Kurzum: Camping ist nicht gleich Camping. In Abhängigkeit vom Lebensstil sowie der persönlichen Vorstellung von einem gelungenen Urlaub kommen jeweils andere Campingarten und, damit einhergehend auch Campingunterkünfte bzw. Fahrzeuge für dich infrage. In diesem Artikel stellen wir dir die verschiedenen Camper-Typen vor. 

Zelt, Campingfahrzeug oder Luxus-Unterkunft: Überblick über die verschiedenen Campingformen 

Das Hauptkriterium, anhand dessen sich die einzelnen Campingtypen voneinander abgrenzen lassen, ist zweifelsohne die Wahl des Urlaubsdomizils. Ob Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil oder extravagante Unterkunft - du hast die Wahl:

Zelt: 
Zeltplätze sind nicht nur günstiger als ein Stellplatz für das Wohnmobil oder den Wohnwagen. Vielmehr hast du beim Zelten die einmalige Möglichkeit, draußen zu schlafen, ohne dabei sämtlichen Witterungsbedingungen schutzlos ausgesetzt zu sein. Ein geräumiges Familienzelt, eine bequeme Matratze und ein hochwertiger Schlafsack sowie zusätzliche Ausrüstungsgegenstände sorgen auch beim Zelturlaub für einen gewissen Komfort. Dennoch musst du beim Zelten ohne ein eigenes Bad auskommen und bist, sofern du dich für eine Übernachtung auf dem Campingplatz entscheidest, voll und ganz auf die dortige Infrastruktur angewiesen. Bedenke außerdem, dass das wildcampen, also das Zelten in der freien Natur, in den meisten Ländern verboten ist. Eine Alternative sind wiederum spezielle Trekking- oder Naturzeltplätze, die das Campen für 1-2 Nächte erlauben. 

Wohnwagen
Insbesondere für Campingplatzbesucher, die gerne mehrere Tage – oder auch den kompletten Urlaub – an ein und demselben Platz verbringen, bringt ein Wohnwagen eine Reihe an Vorteilen mit sich. So bietet ein Caravan ausreichend Platz zum Wohnen und Schlafen. Am Urlaubsort angekommen, lässt sich der Anhänger problemlos vom Fahrzeug abkoppeln, sodass das Auto vor Ort für Besorgungen oder Ausflüge genutzt werden kann. Allerdings gestaltet sich das Freistehen, also das Übernachten auf einem kostenlosen Stellplatz oder in der freien Natur, mit einem Wohnwagen oft schwieriger als beispielsweise mit einem Wohnmobil oder Campingbus.

Wohnmobil
Ein Wohnmobil ist das perfekte Campingfahrzeug für alle, die sich ein Maximum an Flexibilität wünschen, dabei aber gewisse Annehmlichkeiten wie eine eigene Toilette oder ausreichend Bewegungsfreiheit nicht missen wollen. Anders als mit dem Wohnwagen ist das Freistehen mit einem Wohnmobil vielerorts problemlos möglich. Auch unwegsame Gebirgsstrecken lassen sich mit einem Wohnmobil wesentlich leichter passieren als mit einem PKW-Wohnwagen-Gespann.

Campingbus
Du bist auf der Suche nach einer einfachen Übernachtungsmöglichkeit und einem Fahrzeug, das sich völlig unkompliziert überall abstellen lässt? Dann bist du mit einem alten VW-Bus oder anderem Camping-Van besonders gut beraten. Ein Van unterscheidet sich in puncto Größe und Fahrgefühl nicht wesentlich von eine herkömmlichen PKW, sodass auch enge Gassen oder kurvige Gebirgsstraßen kein Hindernis darstellen. Auch um Höhenbegrenzungen und Parkverbote für Wohnmobile oder Wohnwagen musst du dir mit einem kleinen, kompakten Campingbus keinerlei Gedanken machen. Und selbst das Freistehen ist mit einem derart unscheinbaren Campingfahrzeig fast überall möglich. Zusammen mit einem Vorzelt bietet ein gut ausgebauter Van genug Platz für mehrere Personen - Roadtrip- und Abenteuerfeeling inklusive.

Glamping, ...
... also „Glamouröses Camping“, steht für eine moderne Form des Campings, bei der Freiheit, Naturkontakt und das unvergleichliche Campinggefühl mit dem Komfort und der Exklusivität eines Hotelurlaubs kombiniert werden: Statt im eigenen Zelt, Bus, Wohnwagen oder Wohnmobil verbringen Glamper ihren Campingurlaub in Mobilheimen, Bungalows oder Lodgezelten. Die meisten Glamping-Unterkünfte stehen einem Hotel dabei in nichts nach. Ob komplett ausgestattete Wohnküche, Flachbildfernseher oder Frühstücksservice: Beim Glamping musst du auf deinen gewohnten Komfort nicht verzichten. Nicht ohne Grund erfreut sich das Luxus-Camping auch bei Neu-Campern und überzeugten Hotelurlaubern mittlerweile einer großen Beliebtheit. 

Action, Nostalgie oder Komfort: Campingtypen nach Lebens- und Urlaubsstil 

Die Gründe für einen Campingurlaub sind so vielfältig wie die Menschen, die sich für diese Urlaubsform entscheiden:

- Steht für dich in erster Linie der Kontakt zur Natur im Vordergrund oder bist du dem ein oder anderen Shopping-Trip nicht abgeneigt?
- Sehnst du dich eher nach Ruhe und Entspannung oder möchtest etwas erleben und neue Gegenden entdecken?
- Magst du es eher minimalistisch oder möchtest du auch im Urlaub und auf Reisen nicht auf deinen gewohnten Luxus verzichten?

Diese Fragen können dir dabei helfen, herauszufinden, welcher Campingstil am ehesten zu dir und deinen Reisebegleitern passen könnte:

Nostalgiker & Romantiker: 
Als echter Nostalgiker ist Camping für dich in erster Linie ein Lebensgefühl. Zwar weißt du auch die Nähe zur Natur und die Preisersparnis beim Campen durchaus zu schätzen, legst jedoch vor allen Dingen Wert auf eine möglichst authentische Campingerfahrung. Inspiriert durch diverse Roadmovies kannst du dem „Van-Life“ genauso viel abgewinnen wie einer Übernachtung im Heu oder einem alten Fass. Dein ideales Reisefahrzeug ist daher ein alter, selbstumgebauter Campingbus. Alternativ kommen aber auch besonders ausgefallene Glamping-Unterkünfte durchaus für dich infrage.

Camping für „Sparfüchse“: 
Keine Frage: Wer im eigenen Zelt oder Wohnwagen übernachtet oder die Nacht freistehend im Wohnmobil verbringt, kann gegenüber Hotelurlaubern eine Menge Geld sparen. Möchtest du trotz begrenztem Budget das typische Campinggefühl erleben, solltest du Angebote von Campingplätzen und Reisezielen vergleichen und unter Umständen auch einen Urlaub außerhalb der Hochsaison in Erwägung ziehen. Auch in puncto Campingfahrzeug kann sich ein Vergleich lohnen.

Komfortliebhaber, Städtereisende & „Campingmuffel“: 
Im Grunde genommen kannst du dem Schlafen auf dem Boden, Gemeinschaftsduschen und begrenztem Platz nur wenig abgewinnen. Schließlich gehören gewisse Annehmlichkeiten wie eine eigene Dusche oder ein Kühlschrank für dich zu einem richtigen Urlaub einfach mit dazu. Statt tagelang nur in der freien Natur unterwegs zu sein, bist du auch gelegentlichen Sightseeing- oder Shoppingtrips nicht abgeneigt. In diesem Fall ist ein Urlaub mit dem eigenen, top-ausgestatteten Wohnmobil oder ein Aufenthalt in einer luxuriösen Camping-Unterkunft (Stichwort: Glamping) vermutlich genau das Richtige für dich.

Abenteuerlustige & Survival-Fans: 
Unberührte Naturlandschaften, einsame Waldwege sowie das Schlafen unter freiem Himmel – Naturerlebnisse und körperliche Herausforderungen stehen für dich beim Campen an erster Stelle. Demzufolge bist du bevorzugt in abgelegenen Gegenden unterwegs und ziehst ausgiebige, anspruchsvolle Trekkingtouren durch die Wildnis einem Pool-Urlaub auf dem Campingplatz ganz klar vor. Ein gutes Paar Wanderschuhe, Trekkingzelt- und Rucksack dürfen auf deiner Packliste ebenso wenig fehlen wie Campingkocher, ultraleichte Kochutensilien und geeignete Outdoorkleidung. Ansonsten versuchst du deine Ausrüstung so minimalistisch zu halten wie irgendwie möglich. Schließlich zählen beim Wandern mit Zelt jedes Gramm und jeder Zentimeter.

Weltenbummler: 
Genau wie Outdoor und Trekking-Begeisterte brauchen auch die Weltenbummler nicht viel, um einen entspannten Urlaub zu verbringen. Um möglichst viel von ihrem Reiseziel kennenzulernen, verbringen sie gerne jeden Tag an einem anderen Ort und wissen daher die Flexibilität, die Ihnen Zelt, Campingbus oder Wohnmobil bieten zu schätzen. Generell kommt für sie auch eine Übernachtung auf dem Campingplatz infrage. Dennoch sind für sie ein Campingkocher, Akkus und Solarmodule unverzichtbar, um bei Bedarf freistehen oder wildcampen zu können.

Familienmenschen: 
Deine Familie hat für dich oberste Priorität und du freust dich schon das ganze Jahr auf den gemeinsamen Campingurlaub mit den Kindern? Dann solltest du bei der Wahl des Campingplatzes unbedingt Wert auf Kinderfreundlichkeit legen. Ein Kinderspielplatz, ein Pool und zusätzliche Animationsangebote sorgen für die nötige Abwechslung und ermöglichen einen stressfreien und erholsamen Familienurlaub. Unabhängig davon, ob ihr lieber im Zelt, im Wohnwagen oder im Wohnmobil übernachtet, solltest du darauf achten, dass sich alle Mitreisenden rundum wohlfühlen. Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn du eher zu den „Abenteuerlustigen“ gehörst und eine Trekkingtour oder einen Wanderurlaub mit der ganzen Familie planst.

Fazit

Auch wenn die einzelnen „Campingtypen“ teilweise sehr überspitzt dargestellt wurden (und du dich womöglich in keiner oder auch in mehreren Beschreibungen wiederfinden kannst), haben deine Urlaubsgestaltung und deine individuellen Ansprüche einen entscheidenden Einfluss darauf, welche „Unterkunft“ bzw. Campingart am besten zu dir und deiner Campingbegleitung passt. 

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