Snowboard Bindungen

Snowboard Bindungen

Vom Anfänger bis zum Experten, hier findest du deine richtige Snowboard Bindung. Das passende Snowboard und Snowboardboots gibt es natürlich auch bei DECATHLON. Unsere Snowboardbekleidung schützt dich optimal gegen äußere Einflüsse wie Schnee und Wind. Du kennst dich beim Thema Bindunge noch nicht so gut aus? Hier findest du wichtige Tipps für die Snowboard Bindung.

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Snowboardbindungen: Das Band zwischen Board und Schuh

Die Snowboardbindung ist die direkte Verbindung zwischen Snowboardschuh und Board und hat daher einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrgefühl sowie das Verhalten deines Snowboards.

Highback, Baseplate und Co.: Die Hauptbestandteile einer Snowboardbindung

Um die individuell beste Bindung zu finden und zu verstehen, warum ein und dasselbe Modell für die einen wie gemacht scheint, während andere damit weniger gut zurechtkommen, ist es hilfreich, sich zunächst mit dem Aufbau einer Snowboardbindung zu befassen. Diese besteht in der Regel aus mehreren Komponenten.


1. Baseplate

Die Baseplate ist sozusagen das Herzstück einer jeden Snowboardbindung. Sie trägt das komplette Körpergewicht und besteht daher meist aus robusten Materialien wie Aluminium oder gasgefülltem Nylon.

2. Fußbett

Das Fußbett (Foodbed) befindet sich zwischen Fuß und Bindung. Um Stöße und Erschütterungen bestmöglich abzufangen, besteht es oft aus einem Schaumstoff-Material (Full EVA). Das Full EVA Pad bietet zusätzlichen Komfort im Sohlenbereich und dient gleichzeitig als Dämpfung bei Sprüngen über Kicker. Neben seiner polsternden Wirkung, verbessert das Fußbett auch die Kraftübertragung. Zu diesem Zweck ist es bei einigen Modellen im Bereich der Zehen leicht erhöht (Toe Ramp). So wird eine noch bessere Kraftübertragung erzielt („Gas-Pedal“-Effekt). Für eine möglichst einfache Einstellung der Bindung kann die Toe Ramp zudem bequem nach vorne geschoben werden.

3. Disks

Die Disks werden zwischen Bindung und Snowboard montiert. Ihre Funktion besteht somit darin, eine Verbindung mit dem Board herzustellen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Hersteller, gibt es unterschiedliche Arten von Disks. Viele Bindungen kommen mittlerweile mit mehreren oder universellen Disks daher, sodass du sie mit verschiedenen Systemen kombinieren und damit auf nahezu jedem Board befestigen kannst.

4. Highback

Der Highback oder Spoiler ist ein stabiler Schaft, der bis zur Wade reicht, den hinteren Fußteil umschließt und so für einen guten Halt, aber auch eine ideale Kraftübertragung, gerade bei rasanten Fahrmanövern (wie z.B. dem Heelside-Turn), sorgt.

 5. Straps

Die Ankle- und Toe-Straps: Hierbei handelt es sich um zwei verstellbare Riemen, die den Knöchel bzw. die Zehen fest in der Bindung fixieren.

Typen von Snowboardbindungen

Welche Art von Snowboardbindung für dich infrage kommt ist, wie so oft, vor allem eine Frage der persönlichen Vorlieben. Kannst du jedoch ein Raceboard dein Eigen nennen oder legst Wert auf einen besonders guten Halt, solltest du den Kauf einer Plattenbindung in Erwägung ziehen, die dir zusammen mit den passenden Hardboots zusätzliche Stabilität verleiht und damit bevorzugt bei Snowboardrennen verwendet wird. Abgesehen davon kommen Plattenbindungen mittlerweile nur noch selten zum Einsatz. Bewährt haben sich stattdessen flexible Soft-, Flow- und Chinch-Bindungen mit einem extra hohen Tragekomfort:

  • Softbindungen /Stap-bindungen sind äußerst stabil und eignen sich für nahezu jedes Einsatzgebiet. Sie erfreuen sich also nicht ohne Grund einer großen Beliebtheit. Daher steht dir hier eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen zur Verfügung.
  • Flow- Bindungen haben große Ähnlichkeit mit der Softbindung, können darüber hinaus aber mit einer besonders einfachen Handhabung punkten. Durch ihr flexibles Highback fällt das Ein- und Aussteigen aus der Bindung besonders leicht, da das lästige Auf- und -zuschnallen der Straps entfällt.
  • Bei der Chinch-Bindung handelt es sich um eine Mischung aus Softbindung und Flow-Bindung: Hier wird ein simples Einstiegssystem mit anpassbaren Straps kombiniert. Damit ist die Chinch-Bindung sozusagen der „Hybrid“ unter den Snowboardbindungen.

Fazit: Komfort und Zeitersparnis sprechen zwar für den Kauf einer Flow- oder Chinchbindung, jedoch kannst du auch mit einer hochwertigen Softbindung im Prinzip nichts falsch machen, egal ob Anfänger oder Snowboardprofi. Zudem gibt es sie in diversen Größen, Ausführungen und Preisklassen.

Der Flex: Zentrales Kaufkriterium bei Snowboards. Boot und Bindungen

Genau wie beim Board oder den Snowboardschuhen unterscheiden sich auch Snowboardbindungen in erster Linie hinsichtlich ihrer Härte bzw. Steifigkeit. Der Flex-Wert bezieht sich hier auf die Beschaffenheit des Highbacks, wobei Bindungen mit niedrigem Flex sehr weich (und damit auch biegsamer) sind als Bindungen mit einem hohen Flex:

Niedriger FlexHoher Flex
Weicher Highback Harter/Steifer Highback
Hohe Flexibilität Geringere Flexibilität
Fehlerverzeihend Hohe Stabilität, sicherer Halt
Höhere Kraftaufwand nötigWenig Kraftwand nötig, gute Laufruhe

Die passende Bindung für… 1. Jedes Board…

Nur wenn Boots, Bindung und Brett perfekt miteinander harmonieren, kann der Tag auf der Piste, im Funpark oder im Tiefschnee auch wirklich gelingen. Beachte, dass nicht alle Bindungen mit jedem Board kombinierbar sind und stelle vor dem Kauf sicher, dass das gewählte Befestigungssystem auch wirklich zu deinem Board passt. Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen Montagemöglichkeiten:

  • 3-Loch
  • 4-Loch
  • EST-Schiene (Burton).

Mit Ausnahme der Bindungen der Marke Burton verfügen die meisten Bindungen jedoch über eine genormte Montage-Scheibe, sodass sie problemlos an den meisten gängigen Boards angebracht werden können. Zu guter Letzt sollte auch die Größe mit deinem Board kompatibel sein. Menschen mit großen Füßen (ab ca. Schuhgröße 44) sind häufig mit dem Kauf eines extra breiten Boards (Wide-Board), einem dazu passenden Paar Snowboardstiefel und einer dementsprechend größeren Bindung gut beraten.

…2. Jeden Snowboard-Style

Um die perfekte Bindung für deinen Snowboard-Stil zu finden, solltest du vor allem den Flex-Wert der einzelnen Modelle im Auge behalten. Wie bereits erwähnt, entscheidet die Steifigkeit einer Bindung darüber, wie dein Board in bestimmten Situationen reagiert.

Freestyle-Bindungen: Maximale Flexibilität bei Trick, Stunts und Sprüngen

Park- und Jib-Bindungen, wie sie von Freestylern bevorzugt werden, haben meist einen eher niedrigen Flexwert und eine relativ weiche, gelenkschonende Baseplate und sind damit ideal, um ruppige Stöße – bei Sprüngen und Landungen- effektiv abzudämpfen. Möchtest du dein Board überwiegen im Snowpark und in der Halfpipe nutzen, ist eine solche Bindung zweifelsohne die richtige Wahl. Ein niedriges Highback verleiht der Bindung noch mehr Wendigkeit. Für überdurchschnittlich weite Sprünge und Fahrten mit extrem hoher Geschwindigkeit solltest du dich wiederum für ein etwas härteres Modell entscheiden (mittlerer Flex).

Backcountry-Snowboarden: Bindungen für echte Freerider

Beim Freeriden, also dem Fahren im offenen Gelände, sind weiche Bindungen eher ungeeignet, da sie dir nicht genug Stabilität geben, um auch im Puderschnee sichere Turns zu fahren. Als echter Freerider solltest du daher ein Modell mit einem hohen Härtegrad wählen.

All-Mountain: Die Allrounder unter den Snowboardbindungen

Du möchtest dich nicht auf einen konkreten Snowboardstil festlegen? Dann bist du mit einer All-Mountain Bindung sicher gut beraten. All-Mountainbindungen bestehen mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und eignen sich daher prinzipiell für nahezu alle Snowboard-Disziplinen. Was den Flex angeht, solltest du dich an dem Terrain orientieren, welches du (voraussichtlich) am häufigsten befahren wirst. Im Zweifelsfall raten wir dir zu einem Modell mit mittlerem Flex.

… 3. und jedes Fahrniveau

Neben dem Snowboard-Stil solltest du die Entscheidung für eine bestimmte Bindung ebenfalls von deinem Können abhängig machen. Stelle also sicher, dass dein Snowboard-Setup – also Board, Snowboardboots und Bindung- optimal zu deinem Trainingsstand passen:

  • Snowboard-Einsteiger und Boarder mit wenig Fahrerfahrungen sollten eine möglichst weiche Bindung wählen. Denn ein niedriger Flex sorgt nicht nur für ein angenehmes Fahrgefühl, sondern kommt dir unter anderem auch beim Kurvenfahren zugute.
  • Fortgeschrittene greifen bevorzugt zu Modellen mit einer mittleren Flex-Größe. Sie bieten sowohl Halt und Stabilität als auch eine gewisse Beweglichkeit und stellen somit einen guten Kompromiss für diejenigen dar, die erste Erfahrungen Freeriding- Erfahrungen sammeln möchten.
  • Profis: Härtere Bindungen mit hohem Flex sind wiederum ideal für erfahrene Fahrer, die hohe Geschwindigkeiten lieben sowie Freerider, die vorrangig abseits befestigter Pisten unterwegs sind.

Die richtige Wahl der Bindung

Als Einsteiger brauchst du eine etwas flexiblere Bindung, mit der du schnell und fehlerverzeihend Fortschritte machst. Hier findest du unsere Einsteiger Bindungen.

Für die fortgeschrittenen Boarder haben wir zwei Bindungen im Sortiment. Die All Road 500 ist für das Boarden auf der Piste konzipiert. Sie hat ein mittleres bis steifes Highback und eignet sich somit perfekt für etwas aggressivere Carvingsessions. Für die Freestyler unter den Boardern haben wir die Endzone 500 entwickelt. Das Highback ist deutlich flexibler als bei der All Road 500. Zudem hat diese Bindung eine Toe Ramp, wodurch diese optimal an die Snowboardboots angepasst werden kann. Das Full-EVA Pad bietet optimalen Komfort und dient als Dämpfung bei Sprüngen. Beide Bindungen haben die Möglichkeit, die Straps ohne Werkzeug zu verstellen.

Für die Experten haben wir die Bindung Illusion 700. Diese ist die steifste Bindung in unserem Sortiment und bietet den besten Halt für schnelles und aggressives Carven auf der Piste. Das Highback kann in seiner Vorlage verstellt werden, um somit mehr Druck auf die Kante zu übertragen. Ein Full-EVA Pad sorgt auch hier für höheren Komfort. Die Straps haben einen 3D-Schaumstoff für mehr Komfort und lassen sich ebenfalls ohne Werkzeug verstellen.

Individuelle Snowboardbindungen, exklusiv bei DECATHLON

Wir bei DECATHLON haben es uns zum Ziel gemacht, jedem Boarder eine geeignete Bindung anzubieten. Daher findest du bei uns eine großes Angebot Snowboardbindungen in diversen Ausführungen und Größen: So eignet sich die Größe M für Menschen mit Schuhgröße 36 bis 41 – Größe L umfasst die Größen 42 bis 47. Die flexiblen und extra-weichen Einsteigerbindungen von Decathlon verzeihen anfängliche Fahrfehler und sind damit ideal für Snowboard-Neulinge. Aber auch fortgeschrittene Fahrer und Experten- eingefleischte Freestyler wie ambitionierte Freerider und Carver, mit besonderen Ansprüchen an ihr Snowboard-Setup, werden bei uns fündig.


FAQ:

Snowboardbindung kaufen: Worauf sollte ich unbedingt achten?

In Abhängigkeit von Einsatzzweck und deinem Können hast du die Wahl zwischen einem niedrigen, hohen oder mittleren Flex, wobei eine geringe Steifigkeit (niedriger Flex-Wert) stets mit einer besseren Wendigkeit und Fehlertoleranz und ein hoher Flex mit mehr Stabilität und einem besseren Halt auf dem Board einhergeht. Freestyler und Boarder mit wenig Fahrerfahrung sollten daher zu einer möglichst weichen Bindung greifen. Außerdem solltest du sicherstellen, dass die gewünschte Bindung auch tatsächlich zu deinem Snowboard und deinen Snowboardschuhen passt. Das gilt sowohl für die Größe der Bindung als auch die Art der Montage.

Wie montiere ich eine Snowboardbindung?

Die richtige Montage deiner Snowboardbindung wirkt sich maßgeblich auf dein Fahrgefühl aus. Vor der eigentlichen Montage musst du zunächst in Erfahrung bringen, ob du Goofy (rechter Fuß vorn) oder Regular (linker Fuß vorn) fährst. Solltest du dir nicht sicher sein: Nimm Anlauf und rutsch mit deinen Socken über den Boden. Der Fuß, den du in diesem Fall vorne hast, wird auch beim Snowboarden dein vorderer Fuß sein. Anschließend solltest du ebenfalls den richtigen Abstand (Stance) sowie den optimalen Bindungswinkel bestimmen. Für eine bestmögliche Kraftübertragung solltest du außerdem darauf achten, dass die Sohle deiner Snowboard-Boots komplett in der Bindung aufliegt. Zu guter Letzt kann die Bindung mit den beiliegenden Schrauben angebracht werden.

Wie kann ich die Bindung an meine Snowboardschuhe anpassen?

Bevor du die Bindung auf dein Snowboard schraubst, solltest du diese zunächst an deine Snowboardboots anpassen. Viele unserer Bindungen lassen sich auch komplett ohne Werkzeug verstellen:

  • Zunächst stellst du einen deiner Boots in die dafür vorgesehene Bindung (rechts oder links). Jetzt schließt du beide Straps. Der Toe Strap sollte mittig über deinen Zehen sitzen und der Ankle Strap mittig über deinem Spann. Ist dies nicht der Fall, kannst du die Riemen dementsprechend verstellen.
  • Wenn du die Straps eingestellt hast, schließt du diese soweit, bis dein Boot fest in der Bindung ist und bündig am Highback anliegt. Nun kontrollierst du die Auflagefläche deines Boots in der Bindung: Dein Schuh sollte bis zu der Krümmung im Zehenbereich komplett in der Bindung aufliegen. Falls nötig, kannst du die Toe Ramp hierfür verschieben.
  • Zuletzt kannst du noch die Neigung des Highbacks einstellen. Die Einstellung hierzu variiert je nach Einsatzgebiet und deinen Boots. Besonders Carving Boots haben oft eine natürliche Neigung. In diesem Fall verstellst du das Highback solange, bis es direkt an deinen Boots anliegt.

Snowboardbindung einstellen: Welcher Winkel ist der richtige?

Der ideale Bindungswinkel ist erneut abhängig von deinem bevorzugten Fahrstil und deinem Trainingsstand.: Freestyler boarden meist im "Duck Stance“, einer Position, bei der Die Fußspitzen nach außen zeigen. Hier ist eine Neigung von +15° /-15° (Minimum) ideal. Die vordere Bindung wird dabei 15 Grad in Fahrtrichtung, die hintere Bindung gegen die Fahrtrichtung gedreht. Diese Winkeleinstellung eignet sich auch für Anfänger, da man so schnelle Fahrerfolge erzielen kann. Für die Piste und zum Powdern sind +18° und -6° eine gängige Einstellung. Solltest du dir unschlüssig sein, versuch erst einmal den Duck Stance. Mit der Zeit kannst du unterschiedliche Winkel ausprobieren, bis du der Meinung bist, den für dich optimalen gefunden zu haben.

In welchem Abstand sollte die Bindung angebracht werden?

Für Freestyler sollte der Abstand der Bindungen zu Nose und Tail stets identisch sein. Das hilft dir sowohl beim Switch fahren als auch dem Ausführen von Tricks. Wenn du stattdessen lieber Carven oder im Powder unterwegs sein willst (Freeriding) empfiehlt sich ein Setback der Bindungen, bei dem die Bindung leicht nach hinten versetzt ist. Der Abstand zum Tail ist hier also geringer als zur Nose, was dir mehr Auftrieb im Powder verleiht. Einige unserer Snowboards haben sowohl einen „Recommended Stance“, der für die meisten Boarder einen guten Ausgangspunkt darstellt, als auch einen speziellen "Powder Stance" angegeben. Mit der Zeit kannst du unterschiedliche Einstellungen ausprobieren, bis du den für dich perfekten Abstand gefunden hast.

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