Bedarfsgerechte Kleidung

Warum ist winddichte Kleidung wichtig?
Es ist sehr wichtig, vor Wind geschützt zu sein, und zwar während man sich bewegt ebenso wie in Ruhe, anderenfalls kühlt der Körper sehr stark aus. Das Windchill-Modell, mit dem die gefühlte Temperatur bei Wind und Kälte gemessen wird, zeigt folgende Fakten auf: Bei 5°C, in Verbindung mit einem Wind von 30km/h, ist die gefühlte Temperatur 0°C. Beträgt die Lufttemperatur 0°C und die Windgeschwindigkeit 30km/h, liegt die gefühlte Temperatur bei - 6°C. Unsere Produkte reduzieren den Windchill-Effekt.

Welche Vorteile hat eine knallrote oder neongelbe Kapuze?
Neonfarben und intensive Farben sind greller als Standardfarben und bei Tag besser zu sehen. An Bord ist eine Person dadurch für die übrigen Mitglieder der Mannschaft besser sichtbar. Fällt jemand über Bord, ragt nur der Kopf aus dem Wasser. Die Person kann dann anhand der Kapuze leichter entdeckt und gerettet werden.

Was ist der Sinn von reflektierenden Aufnähern auf der Jacke?
An Kragen, Ärmelbündchen, Kapuze und Schultern machen sie das Kleidungsstück bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen weithin sichtbar. So lässt sich eine Person nicht nur an Bord, sondern auch im Wasser besser sehen, denn die Schultern, der Kragen, die Ärmelbündchen und der Kopf sind in diesem Fall über Wasser. An anderen Stellen der Jacke sind aufgrund der Schwimmweste keine Reflektoren erforderlich. Die Schwimmweste hat eigene, genormte Reflektoren.

Was ist unter 3-Lagen-System zu verstehen?
Das 3-Lagen-System ist eine Sandwich-Konstruktion: Es handelt sich im Einzelnen um eine dünne hydrophile Textilschicht (sie trägt dazu bei, vom Körper produzierte Feuchtigkeit nach außen abzuleiten), eine atmungsaktive Membran, die Wasserdampfmoleküle passieren lässt, nicht jedoch die Moleküle eines Wassertropfens, und schließlich um ein Textilgewebe, an dem das Wasser abperlt, damit die Jacke schneller trocknet.

Wann ist eine Jacke wasserdicht?
Es geht dabei um die Resistenz eines Gewebes gegen das Eindringen von Wasser. Man misst die Dichtigkeit durch einen dokumentierten Wassersäulentest. Der durchschnittliche Wasserdruck bei Regen liegt bei 1000 mm bis 2000 mm, ab 2000 mm gilt ein Gewebe als wasserdicht. Die Tribord-Produkte der Serie 900 halten einem Druck von 2000 bis 10000 mm stand, sie haben somit eine sehr gute, an alle, auch extreme Witterungsbedingungen angepasste Dichtigkeit.

Wie wird die Wasserdichtigkeit geprüft?
In einem dokumentierten Test wird das Kleidungsstück unter einer Dusche verschiedenen simulierten klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Nach einem Test von über 4 Stunden, in denen, je nach Verwendungszweck des Produkts, ein Regen von 100 l/h/m² bis 450 l/h/m² simuliert wird, erhalten die Produkte das Siegel "100% wasserdicht". Zur Orientierung: Der seit 1942 unübertroffene Niederschlagsrekord liegt bei 174 l/h/m² in 4h30 in den USA (National Oceanic and Atmospheric Administration, USCD) und in Paris regnet es im Schnitt 2 l/h/m².

Was sind wasserdichte Nähte oder Nahtbänder?
Es handelt sich dabei um wasserdichte (oder wasserdicht gemachte) Nähte. Dabei werden wasserdichte Nahtbänder über die Nähte vernäht oder verschweißt. Diese über die Nähte gesetzten Bänder sind für die Wasserdichtigkeit des Kleidungsstücks unverzichtbar, um zu verhindern, dass Wasser mittels Kapillareffekt (Eindringen von Wasser durch die Absorptionswirkung der Fäden und/oder die Löcher der Naht) eindringt.

Was ist eine hydrophile, wasserdichte und atmungsaktive Membran?
Die Membran funktioniert bei der Schweißableitung in Etappen. Zunächst saugt sich das Gewebe bis zum Sättigungspunkt mit Wasserdampf voll, dann leitet es den Dampf durch den Druckunterschied zwischen der Innenseite und der Außenseite der Jacke nach außen ab. Der große Vorteil der hydrophilen Membran liegt darin, dass sie keine Poren hat. Sie muss daher nicht umfassend gespült werden, um abgelagerte Salzwasserkristalle auszuwaschen. Die Atmungsaktivität bleibt so über lange Zeiträume erhalten.

Was ist der Hydrolyse-Effekt?
Die Hydrolyse bewirkt die Zersetzung jeder Standard-Membran oder -Beschichtung durch das Salz im Meerwasser und in der Gischt. Alle Membrane und Beschichtungen von Tribord verfügen über eine Technologie, die den Hydrolyse-Effekt stoppt, so dass ihre Eigenschaften lange erhalten bleiben. Sie lösen sich nicht auf und sind dauerhaft wasserdicht und atmungsaktiv.

Was bedeutet wasserabweisende Kleidung?
Für diese Eigenschaft wird die Kleidung einer wasserabweisenden, hydrophoben Behandlung unterzogen. Durch dieses Verfahren wird verhindert, dass Wasser an der Oberfläche des Gewebes haften bleiben kann. Auch kann das Gewebe dadurch kein Wasser aufnehmen. Wenn dann noch Bewegung hinzukommt, perlt das Wasser am Gewebe ab. Durch die wasserabweisende Behandlung dringt das Wasser nicht in das Außengewebe ein, die Jacke bleibt somit leicht und trocknet schneller.

Was versteht man unter Atmungsaktivität und dem RET-Index?
Die Atmungsaktivität eines Gewebes bezeichnet dessen Fähigkeit, vom Körper generierten Wasserdampf (Schweiß) entweichen zu lassen. Sie lässt sich mit dem RET-Index (Resistance Evaporative Transfert) messen. Der RET ist ein Festigkeitsindex. Je niedriger, desto atmungsaktiver ist Ihre Kombi. RET zwischen 6 und 12: sehr atmungsaktiv, RET zwischen 12 und 20: atmungsaktiv, RET von über 20: nicht atmungsaktiv. Die Produkte der Marke Tribord sind mit einem RET von 7,2 bis 12 sehr atmungsaktiv.

Warum wird zur Messung der Atmungsaktivität der RET-Index verwendet und nicht die MVTR (Moisture Vapour Transmission Rate)?
Die MRTV quantifiziert die Menge an Wasserdampf, die über einen langen Zeitraum durch das Gewebe hindurchgeleitet wird. Dieser Index wird nicht verwendet, weil es nicht relevant ist, ob eine Jacke 20 Liter Wasserdampf in 24 Stunden ableiten kann. Es ist auch nicht realistisch, da man über eine solche Zeit nicht linear schwitzt. Der RET hingegen misst die momentane Festigkeit eines Gewebes in Bezug auf den Durchtritt von Wasserdampf. Das ist direkt aus dem Leben gegriffen, insbesondere wenn man schweißtreibende Segelmanöver ausführt.